09. Februar 2025
Vom Korn zum Brot – Mein Weg mit Champagnerroggen

Es gibt kaum etwas Ursprünglicheres, als aus einem selbst angebauten Korn ein ehrliches, naturbelassenes Brot zu backen. Genau diesen Weg bin ich gegangen – vom Samen bis zum fertigen Laib.
Ein außergewöhnliches Korn: Champagnerroggen
Mein Feld ist kein gewöhnlicher Acker, und mein Getreide ist kein x-beliebiger Roggen. Ich habe mich für Champagnerroggen entschieden – eine alte, ursprüngliche Sorte, die für ihren feinen Geschmack und ihre gute Bekömmlichkeit bekannt ist. Wie alle meine Kulturen wächst dieser Roggen ohne chemische Pflanzenschutzmittel und künstliche Dünger.
Viele weitere Informationen zum Champagnerroggen gibt es in meinem Blogartikel: Champagnerroggen – Alkoholfrei
Ernte und traditionelle Reinigung
Mein Freund, der Biolandwirt Markus Brill, hat mir den Champagnerroggen geerntet. Anschließend wurden die Körner in meiner fast 70 Jahre alten Getreidereinigung der Firma Petkus mechanisch gesäubert – mit Luft, grobem Sieb und feinem Sieb.
Trocknung für beste Qualität
Da das Wetter während der Ernte nicht optimal war, habe ich mir einen eigenen Trocknungsanhänger gebaut. Mein Freund Thomas Guthörl hat mir dabei geholfen – mit einem Siebboden mit Belüftung in einem alten landwirtschaftlichen Anhänger.
Vom Korn zum Mehl
Anfang Dezember konnte ich in meiner eigenen Mühle beginnen, Mehl aus dem Champagnerroggen zu mahlen. Besonders liebe ich das Vollkornmehl, da es alle Bestandteile des Korns enthält. Seit Dezember sind beide Mehlvarianten in meinem Hofladen erhältlich.
Der nächste Schritt: Brot backen!
Brot aus reinem Roggenvollkornmehl zu backen, ist eine Herausforderung. Aber es hat sich gelohnt! Lange Teigführung mit Natursauerteig, natürliche Fermentation für bessere Verträglichkeit – das Ergebnis: eine knusprige Kruste, eine saftige Krume und ein Geschmack, der an echtes Handwerk erinnert.
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