08. August 2026
🌾 Der Höchsterhof in Hüttersdorf, wenn Landwirtschaft mehr als ein Beruf ist

Marcel Dörr mit den Kälbern auf der Weide des Höchsterhofs in Hüttersdorf
Es gibt Betriebe, bei denen merkt man sehr schnell, dass Landwirtschaft nicht einfach nur Arbeit ist. Sie ist Überzeugung, Verantwortung und ein Stück Lebensaufgabe. Genau dieses Gefühl habe ich beim Höchsterhof in Hüttersdorf. Hinter dem Hof stehen Janine und Marcel Dörr. Zwei Menschen, die zeigen, wie vielfältig, kreativ und gleichzeitig bodenständig Bio-Landwirtschaft im Saarland sein kann.
Wenn ich Produkte für meinen Hofladen auswähle, interessiert mich nicht nur, ob etwas gut schmeckt. Ich möchte wissen, wer dahintersteht. Wie wird gearbeitet, wie werden Tiere gehalten, wo wachsen die Rohstoffe und mit welcher Einstellung werden daraus Lebensmittel hergestellt. Beim Höchsterhof passt für mich vieles von dem zusammen, was ich mir unter ehrlichen regionalen Lebensmitteln vorstelle.
Landwirtschaft als Kreislauf
Janine und Marcel bewirtschaften ihren Biohof in Hüttersdorf mit einer beeindruckenden Vielfalt. Dort geht es nicht darum, einen einzigen Rohstoff möglichst effizient in großen Mengen zu produzieren. Es geht um Landwirtschaft als Kreislauf. Getreide wächst auf den Flächen, Tiere gehören zum Betrieb, Obst und Gemüse werden genutzt und aus vielen Rohstoffen entstehen anschließend eigene Lebensmittel.
Genau diese Vielfalt begeistert mich.
Auf dem Höchsterhof werden unter anderem Getreide und Ölsaaten angebaut. Aus dem Getreide entstehen Mehl, Haferflocken und weitere Haferprodukte. Aus Ölsaaten werden kaltgepresste Speiseöle hergestellt. Senfsaat wird zu verschiedenen Senfsorten verarbeitet. Obst und Beeren werden zu Fruchtaufstrichen und Marmeladen. Auch Apfelsaft, Nudeln, Chutneys und weitere Lebensmittel gehören zur Vielfalt des Betriebes.
Und dann sind da natürlich die Tiere.
Zum Höchsterhof gehören Hühner, Schafe und Rinder. Die Hühner leben unter anderem in mobilen Hühnerställen. Die Standorte können regelmäßig gewechselt werden und die Tiere haben Zugang nach draußen. Die Eier werden anschließend direkt vermarktet. Auch Rindfleisch und Wurstwaren aus eigener Tierhaltung gehören zum Angebot.
Mich fasziniert an solchen Betrieben immer wieder eines.
Plötzlich bekommt ein Lebensmittel wieder eine Geschichte.
Ein Ei ist nicht einfach ein Ei.
Haferflocken sind nicht einfach eine Packung im Regal.
Senf kommt nicht einfach aus einer Tube.
Hinter jedem dieser Produkte stehen Menschen, Tiere, Felder, Wetter, Arbeit und viele Entscheidungen. Und wenn man Janine und Marcel bei ihrer Arbeit erlebt oder verfolgt, was auf dem Höchsterhof entsteht, bekommt man schnell den Eindruck, dass genau diese Verbindung für sie wichtig ist. Landwirtschaft endet dort nicht mit der Ernte. Aus den eigenen Rohstoffen entstehen Lebensmittel, die anschließend direkt bei den Menschen in unserer Region auf dem Tisch landen.
Das ist für mich echte regionale Wertschöpfung.

Janine Dörr mit einer Kuh auf dem Höchsterhof
Hafer vom Höchsterhof – vom Acker aufs Frühstückstisch
Besonders bekannt sind bei meinen Kunden inzwischen die Haferprodukte vom Höchsterhof. Haferkörner, Haferflocken, Müsli und Granola haben ihren festen Platz in meinem Sortiment gefunden.
Ich finde gerade Hafer dafür ein wunderschönes Beispiel.
Morgens öffnest du eine Packung Haferflocken und bereitest dir dein Frühstück zu. Normalerweise denkt man darüber kaum nach, wo diese Flocken eigentlich herkommen. Beim Höchsterhof ist die Entfernung zwischen Acker und Frühstückstisch plötzlich ganz klein.
- Der Hafer wächst hier im Saarland.
- Menschen aus unserer Region kümmern sich darum.
- Und am Ende kannst du daraus dein Frühstück machen.
Ein einfaches Lebensmittel bekommt dadurch wieder einen ganz anderen Wert.
Senf, Marmelade und vieles mehr
Auch die Senfsorten vom Höchsterhof mag ich sehr gerne. Senf ist eigentlich etwas völlig Alltägliches. Trotzdem zeigt gerade dieses Produkt sehr schön, was regionale Landwirtschaft leisten kann. Die Senfpflanze wächst auf dem Acker, die Saat wird geerntet und anschließend entsteht daraus ein fertiges Lebensmittel.
Nicht irgendwo in einer anonymen Fabrik. Sondern bei einem landwirtschaftlichen Betrieb hier bei uns im Saarland.
Das Gleiche gilt für viele weitere Produkte.
- Aus Obst werden Fruchtaufstriche.
- Aus Getreide werden Mehl, Nudeln oder Haferprodukte.
- Aus Ölsaaten entstehen Speiseöle.
- Aus Senfsaat wird Senf.
- Aus der Tierhaltung entstehen Eier, Fleisch und Wurstwaren.
Genau diese Verarbeitung finde ich für kleine landwirtschaftliche Betriebe so wichtig. Denn Landwirtschaft darf meiner Meinung nach nicht darauf reduziert werden, möglichst billig Rohstoffe zu produzieren. Es muss möglich sein, aus einem guten Rohstoff auch ein hochwertiges Lebensmittel zu machen und die Wertschöpfung in der Region zu behalten. Janine und Marcel zeigen mit dem Höchsterhof, dass das funktionieren kann.
Nähe zu den Menschen
Was mich zusätzlich begeistert, ist die Nähe zu den Menschen. Auf dem Höchsterhof gibt es einen eigenen Selbstbedienungsladen. Dort können viele der selbst erzeugten und selbst verarbeiteten Produkte direkt gekauft werden. Kinder können Landwirtschaft ebenfalls erleben. Es gibt Möglichkeiten, Tiere kennenzulernen und sogar Hühner und Schafe zu füttern.
Ich halte solche Erfahrungen für unglaublich wichtig.
Unsere Lebensmittel sind heute für viele Menschen etwas sehr Abstraktes geworden. Milch kommt aus dem Karton, Eier aus dem Karton, Mehl aus der Tüte und Haferflocken aus einer Packung.
Aber jedes dieser Lebensmittel hat einen Ursprung.
- Jemand muss morgens nach den Tieren sehen.
- Jemand muss säen.
- Jemand muss ernten.
- Jemand muss reinigen.
- Jemand muss verarbeiten.
- Jemand muss abfüllen.
Und manchmal muss jemand nachts aufstehen, weil ein Tier krank ist oder weil gerade genau das Wetterfenster kommt, in dem endlich geerntet werden kann. Diese Arbeit sieht man später im Regal nicht mehr. Aber sie steckt trotzdem in jedem Produkt.
Vielleicht schätze ich deshalb Betriebe wie den Höchsterhof so sehr. Dort wird Landwirtschaft wieder sichtbar.
Bio ist mehr als ein Siegel
Für mich sind Janine und Marcel mit ihrem Höchsterhof ein Beispiel dafür, wie Landwirtschaft im Saarland aussehen kann, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig neue Wege zu gehen.
Bio-Landwirtschaft bedeutet dabei nicht nur ein Siegel auf einer Verpackung. Dahinter stehen klare Vorgaben für den ökologischen Landbau und eine andere Art, über Böden, Tiere und Landwirtschaft nachzudenken. Aber ein Siegel alleine macht für mich noch keinen besonderen Betrieb aus.
Entscheidend sind die Menschen.
Und beim Höchsterhof habe ich das Gefühl, dass Janine und Marcel genau das leben, was sie machen.
- Sie erzeugen nicht einfach Lebensmittel.
- Sie bauen etwas auf.
- Sie entwickeln Produkte.
- Sie probieren Dinge aus.
- Sie verarbeiten ihre eigenen Rohstoffe.
- Sie bringen Menschen Landwirtschaft näher.
- Und sie zeigen, dass ein kleinerer landwirtschaftlicher Betrieb unglaublich vielfältig sein kann.
Genau deshalb passen die Produkte vom Höchsterhof für mich so gut in meinen Hofladen.
Mein Hofladen soll kein Regal voller beliebiger regionaler Produkte sein.
Ich möchte Menschen und Projekte miteinander verbinden. Ich möchte dir zeigen, dass es im Saarland viele Menschen gibt, die mit unglaublich viel Einsatz Lebensmittel herstellen. Ich kann selbst nicht alles anbauen und herstellen. Das möchte ich auch gar nicht. Viel spannender finde ich die Vorstellung, dass jeder das beiträgt, was er besonders gut kann.
Ich baue meine Kulturen auf meinen Äckern und mein Gemüse in meinem Garten an, kümmere mich um meine Bienen und entwickle daraus meine eigenen Produkte. Andere Betriebe bringen ihre Erfahrung und ihre Möglichkeiten ein. Und Janine und Marcel bringen mit dem Höchsterhof eine Vielfalt mit, die mein Sortiment enorm bereichert.
So entsteht nach und nach etwas, das kein einzelner Betrieb alleine schaffen könnte. Eine regionale Versorgung, bei der wir wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen.
Und dann kommst du ins Spiel
Aber genau an diesem Punkt kommt noch jemand dazu. Du.
Denn all diese Arbeit hat nur dann eine Zukunft, wenn die Lebensmittel auch gekauft werden. Ein Biohof kann noch so nachhaltig arbeiten. Ein Landwirt kann noch so viel Herzblut investieren. Eine Familie kann noch so viele Stunden in Landwirtschaft und Verarbeitung stecken. Wenn wir anschließend beim Einkauf trotzdem immer zum billigsten industriellen Produkt greifen, wird dieses Modell langfristig nicht funktionieren.
Deshalb ist für mich jeder Einkauf auch eine Entscheidung.
Wenn du Haferflocken vom Höchsterhof kaufst, kaufst du nicht einfach Haferflocken.
- Du unterstützt Janine und Marcel.
- Du unterstützt Bio-Landwirtschaft im Saarland.
- Du unterstützt regionale Verarbeitung.
- Du sorgst dafür, dass Wertschöpfung hierbleibt.
- Und du zeigst, dass gute Lebensmittel einen Wert haben dürfen.
Eine Alternative, die man greifen kann
Genau darum geht es mir mit meinem Hofladen.
Ich möchte nicht gegen Supermärkte kämpfen. Ich möchte zeigen, dass es eine Alternative gibt.
- Eine Alternative, bei der du die Menschen hinter deinen Lebensmitteln kennenlernen kannst.
- Eine Alternative, bei der ein Glas Senf eine Geschichte hat.
- Eine Alternative, bei der deine Haferflocken nicht anonym irgendwo produziert werden.
- Eine Alternative, bei der wir gemeinsam entscheiden können, welche Landwirtschaft wir in unserer Region erhalten möchten.
Der Höchsterhof in Hüttersdorf ist für mich genau so ein Betrieb. Janine und Marcel zeigen mit ihrer Arbeit, wie viel entstehen kann, wenn Landwirtschaft nicht nur als Produktion verstanden wird, sondern als Verantwortung für Tiere, Böden, Lebensmittel und die eigene Region.
Und deshalb bin ich stolz darauf, Produkte vom Höchsterhof in meinem Hofladen anbieten zu können.
Vielleicht nimmst du beim nächsten Einkauf einmal ganz bewusst eine Packung Haferflocken, ein Glas Senf oder ein anderes Produkt vom Höchsterhof in die Hand. Dann weißt du jetzt, dass dahinter weit mehr steckt als der Inhalt der Verpackung.
- Dahinter stehen Janine und Marcel.
- Dahinter steht ein Biohof in Hüttersdorf.
- Dahinter stehen viele Stunden Arbeit.
- Und dahinter steht eine Idee von Landwirtschaft, von der ich mir wünsche, dass sie in unserem Saarland eine Zukunft hat.
Diese Zukunft können Janine und Marcel nicht alleine sichern. Ich kann es mit meinem Hofladen auch nicht alleine. Aber gemeinsam können wir es. Mit jedem Einkauf.
#Höchsterhof #BioAusDemSaarland #RegionalEinkaufen #SaarlandGenuss #GemeinsamFürDieRegion
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