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5. September 2026 · Christina

Mein Immunpower Honig, vom ersten eigenen Produkt zum Kundenliebling

Regal voller Immunpower Honig Gläser im Hofladen

Mein Immunpower Honig, vom ersten eigenen Produkt zum Kundenliebling

Mein Immunpower Honig war das erste Produkt, das ich selbst für den Verkauf hergestellt habe. Inzwischen beginnt bereits das sechste Jahr. Aus einer persönlichen Rezeptur für die Erkältungszeit ist mein meistverkauftes Produkt geworden.

Die Idee entstand nicht am Schreibtisch. Sie entstand aus meinem eigenen Alltag. In der kalten Jahreszeit habe ich meinen Honig schon immer mit ausgewählten Gewürzen ergänzt. Dabei habe ich mich von der Ernährungslehre Hildegards von Bingen inspirieren lassen. So kamen Bertram, Galgant, Ingwer, Ceylon Zimt und Propolis in meinen Honig.

Was zunächst nur für mich und meine Familie gedacht war, wollten irgendwann auch Freunde und Bekannte probieren. Aus den ersten Gläsern wurde mein erstes richtiges Verkaufsprodukt. Heute verkaufe ich von keinem anderen eigenen Produkt so viele Gläser.

Wenn die Bienen das Tempo bestimmen

Im vergangenen Jahr war die Nachfrage so groß, dass der Honig meiner Bienen nicht für die gesamte gewünschte Menge ausgereicht hat. Mein Immunpower Honig war lange vor dem Ende der Erkältungszeit ausverkauft.

Natürlich hätte ich einfach irgendeinen günstigen Honig zukaufen und weiterproduzieren können. Doch das passt nicht zu meiner Idee. Meine Bienen sind keine Maschinen. Sie sammeln nur das, was die Natur ihnen schenkt. Blüte, Wetter, Trockenheit und Temperatur bestimmen, wie viel Honig am Ende geerntet werden kann.

Genau diese natürlichen Grenzen gehören für mich zu einem ehrlichen Lebensmittel. Ich möchte nicht unbegrenzt produzieren. Ich möchte wissen, wo die Zutaten herkommen und was in jedem Glas steckt.

Imkerei in Schutzkleidung mit Honigwaben-Rahmen am Bienenstand

Hildegard von Bingen als Inspiration

Hildegard von Bingen beschäftigte sich bereits vor mehr als 800 Jahren mit Pflanzen, Gewürzen, Ernährung und einer ausgewogenen Lebensweise. Ihr Blick auf den Menschen war ganzheitlich. Gesundheit bestand für sie nicht aus einem einzelnen Mittel. Ernährung, Bewegung, Ruhe, seelisches Gleichgewicht und die Natur gehörten zusammen.

Dieser Gedanke gefällt mir bis heute. Mein Immunpower Honig ist deshalb von ihrer Ernährungslehre inspiriert. Er ist aber kein Arzneimittel und kein Versprechen, eine Krankheit zu verhindern oder zu heilen. Historisches Wissen und moderne Medizin dürfen sich ergänzen. Sie sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Mehr über das Leben und Wirken Hildegards erfährst Du bei der Stadt Bingen am Rhein.

Honigwaben mit Bienen und einer gekennzeichneten Königin

Honig als wohltuende Grundlage

Honig besteht hauptsächlich aus natürlichen Zuckerarten und Wasser. Hinzu kommen organische Säuren, Enzyme, Aromastoffe und pflanzliche Bestandteile. Ihre Zusammensetzung hängt davon ab, welche Blüten die Bienen besucht haben. Dadurch schmeckt jede Ernte ein wenig anders.

Seine weiche Konsistenz legt sich angenehm auf die Schleimhäute. Das kann einen gereizten Hals beruhigen. Eine wissenschaftliche Auswertung mehrerer Studien kam zu dem Ergebnis, dass Honig bei Kindern ab einem Jahr akute Hustenbeschwerden wahrscheinlich besser lindern kann als keine Behandlung. Die Qualität der vorhandenen Studien wurde allerdings nur als niedrig bis mittel bewertet. Honig kann also Beschwerden begleiten, er beseitigt aber nicht die Ursache einer Infektion. Das zeigt auch die Zusammenfassung von Cochrane über Honig bei akutem Husten.

Für mich ist mein eigener Honig auch ein Stück unserer Landschaft. In jedem Glas steckt die Arbeit meiner Bienen und all das, was sie in Gärten, auf Wiesen, an Hecken und an Bäumen gefunden haben.

Honig wird aus einem Edelstahlhahn in ein Glas abgefüllt

Ingwer für eine angenehme Wärme

Ingwer bringt eine frische Schärfe und eine spürbare Wärme in die Rezeptur. Verantwortlich dafür sind unter anderem Gingerole und Shogaole. Diese natürlichen Scharfstoffe sprechen die Wärme und Geschmacksrezeptoren im Mund an.

Ingwer wird seit Jahrhunderten als Gewürz verwendet. Auch die moderne Pflanzenkunde beschäftigt sich intensiv mit ihm. Die Europäische Arzneimittelagentur führt Ingwerwurzel unter anderem für bestimmte Anwendungen bei Übelkeit und leichten Verdauungsbeschwerden. Eine belegte Heilwirkung gegen Erkältungen lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Für meinen Honig schätze ich Ingwer wegen seines Geschmacks, seiner Wärme und seiner langen Tradition. Informationen zur wissenschaftlichen Bewertung findest Du bei der Europäischen Arzneimittelagentur.

Galgant, das würzige Ingwergewächs

Galgant gehört wie Ingwer zu den Ingwergewächsen. Die Wurzel schmeckt würzig, leicht pfeffrig und angenehm scharf. Sie enthält ätherische Bestandteile und verschiedene Pflanzenstoffe.

In der Hildegardküche spielt Galgant eine wichtige Rolle. Die moderne Forschung untersucht viele seiner Bestandteile bisher vor allem im Labor. Daraus dürfen keine sicheren Aussagen über eine Wirkung beim Menschen abgeleitet werden. Im Immunpower Honig sorgt Galgant vor allem für die warme und kräftige Gewürznote.

Bertram, fast vergessen und wiederentdeckt

Bertram ist außerhalb der Hildegardküche nur wenigen Menschen bekannt. Die Wurzel besitzt eine feine Schärfe. Sie regt beim Kauen und Schmecken den Speichelfluss an und macht die anderen Gewürze deutlich wahrnehmbar.

Auch Bertram verwende ich wegen seiner traditionellen Bedeutung und seines besonderen Aromas. Für eine zuverlässige Wirkung gegen Erkältungen oder für eine Stärkung des Immunsystems gibt es bisher keine ausreichenden klinischen Belege. Ehrlichkeit bedeutet für mich, diesen Unterschied zwischen überliefertem Wissen und wissenschaftlich nachgewiesener Wirkung klar zu benennen.

Warum ich Ceylon Zimt verwende

Ceylon Zimt schenkt dem Honig Wärme, Süße und sein vertrautes Winteraroma. Ich habe mich bewusst für Ceylon Zimt entschieden. Er enthält in der Regel deutlich weniger Cumarin als Cassia Zimt.

Cumarin kann bei einer längerfristig hohen Aufnahme empfindliche Menschen belasten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Menschen, die regelmäßig größere Mengen Zimt essen, deshalb den cumarinärmeren Ceylon Zimt. Weitere Informationen dazu gibt es beim Bundesinstitut für Risikobewertung.

Propolis, der Schutzstoff aus dem Bienenvolk

Propolis ist eine harzige Masse, die Bienen aus pflanzlichen Harzen, Wachs und eigenen Bestandteilen herstellen. Sie verwenden Propolis, um kleine Öffnungen im Bienenstock zu verschließen und Oberflächen zu schützen.

Die Zusammensetzung von Propolis unterscheidet sich je nach Herkunft und Pflanzenangebot. Untersuchungen im Labor zeigen interessante Eigenschaften einzelner Bestandteile. Das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einem nachgewiesenen Schutz vor Infektionen beim Menschen.

Propolis kann außerdem Allergien auslösen. Menschen mit einer bekannten Allergie gegen Propolis oder andere Bienenprodukte sollten besonders vorsichtig sein. Bei einer starken Bienen oder Wespenstichallergie ist ein Verzicht sinnvoll. Auch mögliche Wechselwirkungen mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten sollten beachtet werden. Ausführliche Hinweise bietet die Verbraucherzentrale zum Thema Propolis.

Frisch geernteter Honig wird durch ein feines Sieb gefiltert

Mein Immunpower Honig bekommt Familienzuwachs

In diesem Jahr entwickle ich die Produktfamilie in zwei Richtungen weiter. Die bekannte Originalrezeptur bleibt erhalten. Neu hinzu kommen mildere Varianten für Kinder und eine deutlich kräftigere Variante mit dem Namen Forte.

Die häufigste Frage der vergangenen Jahre war, ob Kinder meinen Immunpower Honig essen dürfen. Meine Antwort lautete immer: Ab einem Jahr, wenn dem Kind die Gewürze nicht zu scharf sind.

Viele Eltern wünschen sich für ihre Kinder einfache und naturnahe Produkte. Deshalb habe ich eine mildere Rezeptur mit weniger Gewürzen entwickelt. Sie schmeckt sanfter und ist besser an den Geschmack vieler Kinder angepasst.

Kids Schoko und Kids Vanille

Die neue Kindervariante gibt es in den Geschmacksrichtungen Schoko und Vanille. Die Schokovariante ist von Natur aus braun und erinnert geschmacklich eher an eine leckere Schokocreme als an einen würzigen Honig.

Bei der Vanillevariante habe ich mit natürlichen Farbzutaten eine fröhliche und bunte Optik geschaffen. So soll ein naturnahes Produkt nicht nur gut schmecken, sondern Kindern auch Freude machen.

Trotzdem bleibt Honig ein zuckerreiches Lebensmittel. Auch natürlicher Zucker ist Zucker. Deshalb sollte der Honig bewusst und in kleinen Mengen genossen werden. Besonders am Abend ist anschließend das Zähneputzen wichtig.

Hexagonales Glas mit brauner Schoko-Honig Variante für Kinder
Hexagonales Glas mit blauer Vanille-Honig Variante für Kinder
Hexagonales Glas mit magentafarbener Honig Variante für Kinder

Ganz wichtig, kein Honig für Kinder unter einem Jahr

Kinder unter zwölf Monaten dürfen keinen Honig bekommen. Das gilt auch für meinen Immunpower Honig und für die milden Kindervarianten.

Honig kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten. Für ältere Kinder und Erwachsene stellen diese Sporen normalerweise kein Problem dar. Bei Säuglingen kann sich daraus jedoch der seltene und gefährliche Säuglingsbotulismus entwickeln. Deshalb bleibt das erste Lebensjahr eine feste Grenze. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist ausdrücklich darauf hin.

Eltern sollten bei Kindern außerdem immer die vollständige Zutatenliste beachten. Das gilt besonders bei Allergien und Unverträglichkeiten. Zeigt ein Kind nach dem Probieren Beschwerden, sollte es den Honig nicht weiter bekommen.

Forte für alle, die es kräftiger mögen

Während ich die Kindervarianten milder gemacht habe, geht Forte bewusst in die andere Richtung. Diese Variante enthält eine intensivere Gewürzmischung und schmeckt deutlich kräftiger und schärfer.

Forte richtet sich an Erwachsene, die den würzigen Charakter von Ingwer, Galgant, Bertram und Zimt besonders gerne mögen. Auch Forte ist ein Lebensmittel und kein Arzneimittel. Der Name steht für die stärkere Rezeptur und den intensiveren Geschmack.

Natur und moderne Medizin gehören zusammen

Gerade als Ärztin ist mir ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Begriff Naturmedizin wichtig. Natürlich bedeutet nicht automatisch harmlos. Pflanzliche Stoffe können wirksam sein, aber auch Allergien, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen auslösen. Gleichzeitig muss nicht jedes leichte Erkältungssymptom sofort mit einem Arzneimittel behandelt werden.

Die meisten gewöhnlichen Erkältungen werden durch Viren verursacht. Antibiotika wirken gegen Bakterien und nicht gegen Viren. Bei einer normalen viralen Erkältung können sie deshalb nicht helfen. Eine unnötige Einnahme kann Nebenwirkungen verursachen und die Entstehung resistenter Bakterien fördern.

Das bedeutet aber nicht, dass Antibiotika grundsätzlich schlecht sind. Bei einer bakteriellen Infektion können sie notwendig und lebensrettend sein. Ein Honig darf ein ärztlich verordnetes Antibiotikum niemals ersetzen. Verordnete Medikamente sollten immer genau nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Diese Zusammenhänge erklärt auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf Infektionsschutz.de.

Ein verantwortungsvoller Weg lautet für mich deshalb nicht Natur gegen Medizin. Er lautet so natürlich wie möglich und so medizinisch wie nötig. Ruhe, ausreichend Flüssigkeit, Schlaf, frische Luft und eine ausgewogene Ernährung können den Körper während einer Erkältung begleiten. Wenn ein Kind Atemnot, ungewöhnliche Müdigkeit, anhaltend hohes Fieber oder Probleme beim Trinken zeigt, gehört es zum Kinderarzt.

So genieße ich meinen Immunpower Honig

Ich lasse eine kleine Menge langsam im Mund zergehen. So bleiben der Geschmack und die angenehme Wärme der Gewürze eine Weile im Mund und im Rachen spürbar. Bereits ungefähr ein halber Teelöffel reicht für ein intensives Geschmackserlebnis.

Ich sehe meinen Immunpower Honig als bewusstes Ritual für die kalte Jahreszeit. Er verbindet meinen eigenen Honig mit traditionellen Gewürzen und moderner Verantwortung. Er soll guttun, schmecken und ein kleines Stück Natur in den Alltag bringen.

Verkaufsstart auf dem Herbstmarkt Finkenrech

Der Verkaufsstart für meinen Immunpower Honig ist am 19. und 20. September auf dem Herbstmarkt Finkenrech. Dort kannst Du die Originalrezeptur sowie die neuen Varianten kennenlernen.

Auch in diesem Jahr ist die Menge begrenzt. Denn am Ende bestimmen meine Bienen und die Natur, wie viele Gläser ich herstellen kann. Mit Deinem Einkauf unterstützt Du nicht nur ein handgemachtes Produkt. Du hilfst mit, regionale Lebensmittel, verantwortungsvolle Verarbeitung und kleine Kreisläufe zukunftsfähig zu machen.

Ich freue mich sehr, dass aus meinem allerersten Produkt eine solche Erfolgsgeschichte geworden ist. Noch mehr freue ich mich darüber, dass so viele Menschen Wert auf ehrliche Zutaten, eine nachvollziehbare Herkunft und einen bewussten Umgang mit Gesundheit legen.

Wohltuende, ehrliche Grüße

Deine Christina

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